Centro Sperimentale weiterhin besetzt


Das Centro Sperimentale di Cinematografia mit der angegliederten Scuola Nazionale di Cinematografia ist offenbar weiterhin besetzt. Wie das Blog der Student_innen des CSC berichtet, hat die Assemblea permanente (andauernde Versammlung) der Leitung des CSC ihre Forderungen übermittelt. Und wenn man die Forderungen liest, wird klar, wie kämpferisch die Stimmung sein muss: neben einer ganzen Reihe von Forderungen, die die Studienorganisation betreffen (Öffnung der Hochschule bis 20h, Möglichkeit selbstverwaltete (Lehr-)veranstaltungen anzubieten und die Räume für diese, Zusammenarbeit zwischen der ebenfalls vor Ort ansässigen Cineteca Nazionale und der Scuola Nazionale, bessere technische und logistische Unterstützung der Produktion und Postproduktion) steht vor allem die Forderung nach dem Rücktritt von CSC-Präsident Francesco Alberoni.

Wie hier auf dem Blog ja auch schon dargestellt hatte sich Francesco Alberoni nicht nur dem Protest nicht angeschlossen, sondern ist diesen offen in den Rücken gefallen. Unterdessen solidarisieren sich immer mehr Filmschaffende mit den Student_innen des CSC – unter anderem Francesco Rosi, Lina Wertmüller, Roberto Faenza, Marcello Foti. Die Student_innen haben die Bandweite des Streiks unterdessen erweitert und diskutierten unter anderem den neusten Anlauf post-demokratischer Gesetzgebung durch die Regierung Berlusconi.

Am Schluß ein Seitenhieb: liebe dffb-Student_innen, es steht zu hoffen, dass ihr Euch auch jenseits der lobenswerten Ausnahmen, das nächste Mal wenn Ihr Euch auf „Euer“ politisches Erbe an der Hochschule bezieht, Ihr versucht, nicht nur Euren Bauchnabel zu thematisieren, sondern gesellschaftlich relevantes. Über den Tellerrand gucken zahlt sich nämlich aus bei solchen Auseinandersetzungen… In diesem Kontext hilft auch eine Kommunikation, die sich nicht bei anderen Leuten auf dem Blog abspielen muss.

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